Entstehung der Orte

Kirche

Man darf ohne weiteres behaupten, dass es historisch bedeutsamer Boden war, den unsere Vorfahren auf dem sog. Ruppertsberge urbar machten und für die Anlage ihrer Siedlungen auswählten. Schon gegen Ende des ersten nachchristlichen Jahrhunderts tummelten sich römische Soldaten in unserer Gegend, um den Turmbewehrten Grenzwall gegen die Germanen im Norden, den Limes, etappenweise auszubauen und im Anschluss daran für seine Bewachung zu sorgen. Heute noch markiert die lang gezogene Baum- und Buschreihe (die Pfahlhecke bzw. die Teufelmauer), die streckenweise in ihrem west-östlichen Verlauf die Flurgrenze zwischen Kaldorf und Petersbuch bildet, die ehemalige römisch-germanische Demarkationslinie. Natürlich gehen deswegen die Orte selbst nicht bis auf die Römerzeit zurück. Erst gute 1000 Jahre später hören wir das erste Mal etwas in einer Urkunde von Kaldorf und Bouch. (Die heutige Bezeichnung Petersbuch kam erst in späteren Jahrhunderten zur Unterscheidung von anderen Bouchorten auf.) Im Jahre 1119 schenkt der Eichstätter Domherr Burchard seiner Kirche unter anderem Einkünfte bei Bouch und zu Kaldorf. Heiligenkreuz, damals noch Newenkirchen genannt, wird erst gegen Ende des gleichen Jahrhunderts (1194) erstmals urkundlich erwähnt. Es handelt sich um die Schenkung eines Hofes an das Schottenkloster zum Heil. Kreuz in Eichstätt (heute Kapuzinerkloster).

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Urkundliche Erwähnungen

alter Limes

Aber auch diese ersten urkundlichen Erwähnungen besagen kaum etwas über das tatsächliche Alter unserer Dörfer. Aufgrund mehrerer siedlungs-geschichtlicher Gesichtspunkte (verhältnismäßig späte Erstnennung, Zusammenhang mit Wald, Holz, Rodung bei den Ortsnamen, Patrozinien, nachweisbarer Reichsbesitz in den Orten, typische, fast einheitliche Anlage als Straßendörfer u.a.) dürfen wir annehmen, dass unsere Dörfer etwa um das Jahr 800 angelegt wurden und der von Norden bis Nord- und Südosten vor den Weißenburger Wald verlaufenden, geschlossenen, gerodeten Siedlungszone von Weißenburg bis Eichstätt zuzurechnen sind.

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