Katholische Pfarrkirche St. Andreas

Kirchturm

Der Turm gehört der gotischen Periode an. Der Obermässinger Maurermeister Joh. Bapt. Camesino bemerkt 1709 in den Bauakten von Arberg, er habe gleichzeitig die Abrisse für Kaldorf und Erlingshofen "formiert". 1709 wurde demnach das Langhaus neu gebaut, der Turm mit dem heutigen Obergeschoß versehen. Konsekration 1710. 1925 erfolgte eine Verlängerung des Langhauses nach Westen.

Deckengemälde (Empore und Langhaus)

Chor im Ostturm mit barockem Kreuzgewölbe. Die Sakristei liegt östlich vom Chor. Das flachgedeckte Langhaus hat Rundbogenfenster mit beträchtlicher Breitenentwicklung, wie sie der damalige Haufbaumeister Jakob Engel in Eichstätt liebte. Der Turm erhebt sich quadratisch, ohne Geschoßgliederung und schließt mit Ziegelhelm. Im dritten Geschoß des mittelalterlichen Unterbaues auf drei Seiten je eine schlüsselförmige Schießscharte. Das Glockengeschoß hat sich stichbogige Schallöffnungen, zu je zweien gruppiert.

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Aufschlüsselung der Personen

Das sind die Personen, die der Künstler damals als Vorlage für das Deckengemälde über der Empore genommen hat.

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Barockaltäre

Drei Barockaltäre um 1710 mit je zwei Säulen und Seitenranken. Aufzüge mit Oberbildern zwischen Giebelstöcken, auf denen Engel sitzen. Die Altarbilder umrahmen geschnitzte Akanthusstäbe. Das Hochaltarbild stellt die Marter des hl. Andreas dar. Am Seitenaltar rechts Pfeilbeschießung des hl. Sebastian nach dem Gemälde des Hans von Aachen in der Michaelskirche in München, links Mariä Heimsuchung. Die drei Bilder mögen von dem Eichstätter Maler Matthias Zink stammen.

Barockaltäre

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Kanzel und Figuren

Kanzel und Figuren

Kanzel:

Vom Ende des 17. Jahrhunderts. Polygoner Korpus mit gewundenen Ecksäulchen. In den Feldern Evangelistenbilder, von geohrter Rahmung umgeben.

Ölgemölde:

I. St. Johannes von Nepomuk in geschnitztem Rokokorahmen. Dieser um 1750. Das Bild aus der Frühzeit des 19. Jahrhunderts. Höhe ca. 1 m.

Holzfiguren:

1. Beim Kriegerdenkmal (1914-1918) ist eine Selbdrittgruppe verwendet. St. Anna sitzt. Das Marienkind hält ein offenes Buch, der Jesusknabe legt die Rechte darauf, in der Linken hält er ein Gefäß. Frühzeit des 16. Jahrhunderts. Fassung neu. Höhe 0,68 m.

2. Großes Kruzifix mit Mater dolorosa. Tüchtige Barockschöpfung um 1700 aus dem Kreis des Christian Handschuher in Eichstätt.

3. Fast lebensgroße Gruppe: Christus erscheint Magdalena im Garten. Gute Barockarbeit um 1700 aus dem eben genannten Kreis des Christian Handschuher. (Befand sich früher in einer Wegkapelle bei Heiligenkreuz.)

4. Büsten: Salvator und Muttergottes. Um 1710 - 1720. Höhe 0,40 m.

5. Büsten: St. Aloysius und Franz Xaver. Rokokoschöpfungen um 1750. Höhe 0,40 m. (Stammen der Ortstradition zufolge vielleicht aus Ingolstadt.)

6. St. Johannes von Nepomuk mit Zungenmonstranz und St. Joseph Rokokoschöpfungen. Höhe 0,50 m.

7. St. Johannes von Nepomuk. Gute Rokokofigur. Höhe 0,35 m.

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Kirchenbänke

Die neuen Kirchenbänke

Kirchenbänke

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