Zeit von 2005-heute

Die letzten fünf Jahre vergingen wie im Flug. Im gleichen Jahr, 2005, veranstalteten die Kaldorfer Schützen das Gemeindepokalschießen, wobei sie als stolze Gewinner den Pokal entgegen nehmen durften.

Sportlich gesehen befinden sich die Bergschützen weiterhin im Höhenflug. Von der Gauliga bis hin zur D-Klasse beteiligten sich fünf aktive Mannschaften an den Rundwettkämpfen, wie Jugendleiter Helmut Öchsel in der Jahreshauptversammlung 2006 berichtete. Ein neuer Vereinsrekord wurde ebenfalls aufgestellt. Mit hervorragenden 392 Ringen setzte die Ausnahmeschützin Christina Stahr neue Maßstäbe. Nicht minder erfolgreich ist Markus Bittl. Im gleichen Jahr sicherte er sich mit 391 Ringen den zweiten Platz bei den bayerischen Meisterschaften in München-Hochbrück und stieg als Bayerischer Vize-Meister in der Klasse Junioren A auf das Siegertreppchen.

Etwas Besonderes dachte sich der Vereinsvorstand ein Jahr später aus: Beim Maibaum aufstellen wurde erstmalig ein Sägewettbewerb durchgeführt. Hierzu fertigten der örtliche Steinmetz Hubert Hirschbeck und Schreiner Helmut Öchsel unter den fachkundig erstellten Plänen von Willi Bürkl einen
Sägebock an.


Kurz vor Ende dieser umfangreichen Chronik sei noch ein kurzer aktueller Abriss über den Verein, dessen Mitglieder und sportliche Erfolge gestattet.

Im sportlichen Bereich, genauer gesagt bei den Rundenwettkämpfen, steigt nach nur einem Jahr in
der Gau- und Gauoberliga die erste Mannschaft in die Bezirksliga auf. Bis heute konnten sie sich dort gut behaupten. Die zweite Mannschaft, nicht minder erfolgreich, kämpft in der Gauoberliga um ihre Punkte. Die Mannschaften vier bis sechs sind von der A- Klasse bis hin zur D-Klasse in guten bis sehr guten Platzierungen vertreten.
Bei den Meisterschaften machen in besonderer Art und Weise die Jungschützen auf sich aufmerksam. Markus Bittl und Christina Stahr haben neue Mitstreiter, wie Eva-Maria Regler, Sonja Bittl, Simone Zangerle, Martin Margraf, Maximilian Tratz, Tobias Schneid, Christian Wolf und Isabell Scheurer gefunden.

Gesellschaftlich befindet sich der Verein auf festem Untergrund. Die alternierenden Veranstaltungen wie das Preis- und Königsschießen, der Schützenball, das Bockbierfest und vieles mehr, werden von der Bevölkerung gut besucht. Überregional haben sich die Bergschützen einen guten Ruf erarbeitet, sei es
beim Gutmann-Cup, bei dem sie von über 200 Vereinen auf dem 17. Platz landeten, oder aber auch beim Volksfestumzug, den sie seit Jahren mitmarschieren.

In den letzten Monaten wurde der Schießstand um einen Umkleideraum erweitert. Außerdem wurden sämtliche Seilzuganlagen durch eine hochmoderne elektronische Auswertung ersetzt, die es ermöglicht, selbst in der Gastwirtschaft des Vereinslokals den Wettkampf mittels Beamer live mitzuverfolgen. Vorstand und Vereinsausschuss investierten hier in richtiger Entscheidung erhebliche Beträge in die Zukunft. Innerhalb des Vereins lässt sich ein starker Zusammenhalt feststellen. Dieser ist unabdingbar für die kommenden Aufgaben. Die Planungen, die sich mit der Durchführung des 56. Gau- und Jubiläumsschießen befassen, sind größtenteils abgeschlossen. Schausteller und
Fieranten, Kapellen und Vereine zum Schützenfest vom 18. bis 20. Juni 2010
bereits bestellt bzw. eingeladen.

Nicht jeder Verein kann in der heutigen Zeit ein so hohes Alter feiern. 100 Jahre Bergschützen verbinden sich mit 100 Jahren wechselvoller Geschichte mit vielen Höhen, aber auch Tiefen.

Mögen die nächsten Jahrzehnte genauso eindrucksvoll sein, wie das vergangene Jahrhundert. Das notwendige Potential und der Sachverstand hierzu sind bei den Bergschützen Kaldorf reichlich vorhanden.



Konrad Kögler
Jörg Eder